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Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.06.2007 Beiträge: 146 Wohnort: Nordweststadt - Hölle auf Erden!
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Verfasst am: 23.07.2008, 18:55 Titel: Europa 2027 - Herz des Christentums |
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Herzlich willkommen zum ersten Teil des geographischen Basislehrprogramms der Humanistischen Union. Dieser Lehrgang ist Teil der 2018 von der HU beschlossenen globalen Bildungsoffensive und wurde zuletzt am 27. Dezember 2026 aktualisiert. Dieser Lehrgang ist für alle Arten von Grund- und weiterführenden Schulen konzipiert und behandelt die Grundlagen der Staatenkunde. Wir weisen darauf hin, dass dieser Lehrgang sich um größtmögliche Objektivität, sowie politische und religiöse Neutralität bemüht.
Im ersten Teil unseres Lehrgangs befassen wir uns mit dem europäischen Kontinent. Ein Kontinent dessen derzeitige Situation vor allem durch den langjährigen Konflikt zwischen den christlichen Staaten Neu-Frankreich und Malchut geprägt ist.
Die Karte in größerem Format
Europas Geschichte nach 2012 im Kurzüberblick:
Europa ist der christliche Kontinent schlechthin, doch diese Tatsache schützt die Europäer in keinster Weise vor einem massiven Glaubenskrieg, der sich über Jahrzehnte hinziehen wird. Während das Konzept des Gottesstaats Malchut vor allem in Zentral- und Osteuropa rasend schnell Anhänger findet, distanziert sich Frankreich von Anfang an von den Anweisungen des Vatikans. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit und Effizienz bringt es der wieder erwachte Orden der Tempelritter zu Stande, die politische und militärische Macht in Frankreich an sich zu reißen und zu festigen. Ein bewaffneter Konflikt erscheint schon jetzt nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Um nicht darin verwickelt zu werden, entschließen sich die Spanier zusammen mit Portugal zu einem nicht minder gewagtem politischem Schritt und erklären die Unabhängigkeit des Königreich Spaniens sowohl von Malchut als auch von Neu Frankreich. Hierbei stellt sich der Jakobsweg, welcher erwartungsgemäß einen gewaltigen Ansturm erlebt, als hervorragendes Druckmittel heraus.
Seine neutrale Position gibt Spanien somit nicht nur das einmalige Vorrecht, sowohl in Neu Frankreich als auch in Malchut Anspruch auf die Sicherung des Jakobswegs zu erheben, sondern weißt den spanischen Ritterorden auch eine wichtige Funktion als Vermittler zwischen den beiden Parteien zu. Dennoch können auch Spaniens Bemühungen den drohenden Krieg nicht verhindern und so folgen mehrere schwere Konflikte zwischen den beiden Staaten, von denen vor allem Großbritannien betroffen ist. Während England und Irland sich mit Malchut solidarisieren, entschließt man sich in Schottland für ein Bündnis mit den Templern. Nach vielen hitzigen Gefechten herrscht derzeit ein zerbrechlicher Waffenstillstand zwischen den beiden Staaten. Diese Waffenruhe soll vor allem dadurch gewährleistet werden, dass man Belgien, die Niederlande und Luxemburg zu einer politisch wie religiös neutralen Pufferzone erklärt. Die Situation in Nordengland ist noch einmal schwieriger, da hier viele Gebiete überaus strittig sind und es so fast täglich zu Anschlägen und Feuergefechten kommt.
Währenddessen hat in Skandinavien überraschenderweise das klassische nordische Heidentum eine Renaissance erlebt und nachdem das Land von heftigen Auseinandersetzungen mit Dämonen und Anhängern der satanischen Front gegeißelt wurde, hat sich über die Jahre hinweg ein weitgehend anarchistisches, aber interessanterweise funktionierendes System eingependelt. Malchut unternahm auch hier diverse diplomatische wie auch militärische Operationen um die skandinavischen Länder in ihren Bund einzugliedern, scheiterte jedoch kläglich, vom südlichen Teil Finnlands einmal abgesehen.
Davon abgesehen haben es auch einige weitere Staaten wie der slawische Bund und die Polis Athenia geschafft, sich der Expansionspolitik Malchuts zu widersetzen und sich bis jetzt zu behaupten.
Kurzbeschreibung der einzelnen Staaten
Malchut
Bei Malchut handelt es sich um einen theokratischen Staatenbund, der von den so genannten Ekklesiaten und dem Vatikan verwaltet wird. Malchut ist geprägt durch die Ideologie der Mondkreuzer, welche Elemente der drei großen monotheistischen Weltreligionen in sich vereint.
Neu Frankreich / Nouveau France
Neu Frankreich bezeichnet sich selbst als „parlamentarische Monarchie“ doch im Endeffekt ist es der hohe Rat der Tempelritter, welcher die Geschicke der Nation lenkt. Neu Frankreich verfügt über einen erstaunlich starken Militärapparat, welcher zu der aggressiven Expansionspolitik der letzten Jahre mit beigetragen hat, infolge dessen einige ehemalige Kolonien in Afrika und Teile Großbritanniens erobert werden konnten.
Königreich Spanien
Längst verloschen geglaubten Ritterorden ist es zu verdanken, dass die chaotische Lage in Spanien nach dem 21.12.2012 so schnell wieder in den Griff bekommen werden konnte. Daher wird die Verwaltung in Spanien und Portugal, insbesondere jene polizeilicher und militärischer Art, auch von jenen Orden übernommen. Allen voran ist hierbei der Orden von Santiago zu erwähnen, dem die immense Bedeutung des Jakobsweges für christliche Pilger aller Herren Länder zu Gute kommt. Auch bei Spanien handelt es sich um eine parlamentarische Monarchie, wobei es immer wieder zu Machtstreitigkeiten zwischen den einzelnen Orden kommt. Spanien pflegt eine möglichst neutrale Außenpolitik, nimmt sich aber dennoch das Recht heraus, für die Sicherheit aller potentiellen Pilger nach Santiago de Compostela Sorge zu tragen. Dies führt dazu, dass man Ritter und Rekruten des Orden von Santiago nahezu weltweit auftreffen kann.
Paganistische Anarchie Skandinavien / PAS
Durch einen erbitterten Bürgerkrieg mit Anhängern der satanischen Front standen sowohl die Schweden als auch die Norweger schnell ohne eine Regierung da. In dieser Zeit gewann eine heidnische Bürgerwehr-Bewegung unter einem gewissen Gunnar Erikson rasend schnell Anhänger, auch unter überzeugten Christen. Es gelang, die Angreifer bis nach Hel zurück zu drängen, wo sie sich derzeit verschanzen, der Rest des Landes befindet sich derzeit in einem anarchistischen Gleichgewicht. Während viele der großen Städte im Chaos versanken (und nach wie vor mit selbigen zu kämpfen haben) ordneten sich viele ländliche Gemeinden zu Kommunen in Selbstverwaltung. Anzumerken ist, dass Skandinavien dennoch über eine zentrale Instanz verfügt, einem bunt gemischten Rat aus Vertretern aller Kommunen. Dieser schreitet jedoch im Wesentlichen bei Entscheidungsfragen militärischer Art ein, wobei sich die Skandinavier mehr als einmal als überaus wehrhaft erwiesen haben. Dennoch hegt Skandinavien keinerlei Expansionsabsichten, auch wenn sich insbesondere Küstenstädte und Südfinnland häufig über Raubüberfälle und Piraterie seitens diverser skandinavischer Clans beklagen.
Hel
Hel gehört zu einem der unzähligen Gebiete, welche die satanische Front für sich beansprucht. Es besteht aus einigen Teilen des nördlichen Skandinaviens sowie Spitzbergen. Obwohl diese Gegend gerade im Winter absolut lebensfeindlich erscheint, schätzt man das innerhalb dieses Gebietes weit über zwei Millionen Menschen sowie unzählige übernatürliche Wesen hausen sollen. Über das Leben in Hel ist nicht viel bekannt, die Berichte einiger weniger Flüchtlinge lassen jedoch nichts gutes erahnen.
BeNeLux-Gürtel
Kaum eine Region war so massiv von dem Konflikt zwischen Malchut und Neufrankreich betroffen, wie diese drei Staaten. Geschätzte 10% des Gebietes sind für Menschen vollkommen unbewohnbar geworden, ansonsten gibt es nur wenige Städte, die im Laufe des Krieges nicht vollständig zerstört wurden. Als Folge des derzeitigen Waffenstillstands entschlossen sich beide Seiten dazu, ihre Gebietsansprüche in diesem Bereich zurück zu ziehen und so eine Pufferzone zu schaffen. Faktisch ist es aber so, dass auch weiterhin durch beide Seiten verdeckte Operationen in diesem Gebiet durchgeführt werden, während die verbliebene Bevölkerung ohne jegliche Art von staatlicher Ordnung in einem dauerhaften Ausnahmezustand lebt.
Slawischer Bund
Während der 21.12.2012 dazu führte, dass vor allem im osteuropäischen Raum unzählige religiöse Bräuche wieder aufblühten, wuchs bei einigen Menschen auch wieder das Interesse an der alten slawischen Kultur und ihrem Religionsverständnis. Als jedoch die osteuropäischen Staaten sich Malchut anschlossen, fühlten sich viele durch die Politik dieses neuen Staat in der freien Ausübung ihrer Religion unterdrückt. Es kam zu Aufständen, die von Malchut zumeist blutig niedergeschlagen wurden. Die Verbliebenen Aufständischen schafften es, in die Wälder zu fliehen. Bedingt durch den Krieg mit Neu Frankreich zeigte Malchut nur wenig Interesse daran, diese zu verfolgen, was sich nur wenige Monate später rächen sollte, als eine wütende Meute, nun unterstützt durch übernatürliche Wesen und Waffen, erst Bulgarien und anschließend Westrumänien überrannte. Die Christen in diesen Gebieten wurden in die anliegenden Länder vertrieben und so steht der so genannte „slawische Bund“ heute als relativ bevölkerungsarme Gegend mit einem starken Glauben dar. Malchut scheint an diesem Gebiet recht wenig Interesse zu zeigen, während weitere Expansionsversuch der Slawen scheiterten. Offiziell gilt der slawische Bund als Demokratie, faktisch sind es aber gewaltige Familienclans, die die Macht in dieser Gegend inne halten.
Polis Athenia
Gerade als das griechische Parlament beschloss, sich Malchut anzuschließen, brach mit einem Male jeglicher Kontakt zu einer Vielzahl von Mittelmeerinseln ab. Boote und Flugzeuge, die das griechische Militär umgehend zur Klärung der Lage losschickte, wurden von einem gewaltigen Sturm, der um die Inseln wütete, sprichwörtlich zerrissen. Satellitenbilder ließen keine Rückschlüsse darauf zu, was passiert sein konnte. Nur wenige Tage danach legten zwei Frachter und ein Zerstörer im Hafen von Athen an, beladen mit diversen Handelsgütern, sowie einigen Botschaftern, die an Bord waren. Man wollte Handelsverträge mit dem Festland abschließen und verkündete außerdem, das man einen eigenständigen Städtebund nach Vorbild des antiken Polissystems gegründet hätte. Man wies außerdem darauf hin, dass man zum Glauben an die antiken griechischen Götter zurückgekehrt wäre. Malchut verweigerte jedoch sowohl das angebotene Handelsabkommen als auch die Anerkennung der Polis Athenia als eigenständigen Staat und lies stattdessen die Schiffe versenken und die Botschafter festnehmen. Man setzte die griechische Marine in Bewegung, doch auch diesmal verfehlte ein weiterer Sturm seine Wirkung nicht. Nur wenige Wochen danach schloss sich auch Zypern der Polis Athenia an, welche seither einen einzigen Versuch unternahm, einen Militärschlag gegen das Festland zu führen, jedoch von Malchut spielend zurückgedrängt wurde.
Über die letzten Jahre hat sich die angespannte Lage zum Glück etwas entschärft, nicht zuletzt da die Wirtschaft einiger Inseln der Polis Athenia wieder stark vom Tourismus abhängig ist. Malchut erkennt die Polis Athenia zwar auch weiterhin nicht als Staat an, respektiert jedoch ihr Gebiet und hat schon 2022 einen Friedensvertrag und 2024 ein Handelsabkommen aufgesetzt, die seither zumindest nach offizieller Stellungnahme Bestand haben.
Hiermit endet der erste Teil unseres Basislehrgangs zur Staatenkunde. Der folgende Teil wird sich der derzeitigen Situation im asiatischen Raum widmen. |
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